Aufgaben des Insolvenzverwalters nach der InsO

Geht es um das Thema „Insolvenzverwalter“, ist die Verunsicherung oft groß. Dem Laien stellen sich viele Fragen und in vielen Fällen haben, die mit der Insolvenz konfrontierten Führungspersonen des Unternehmens, mitunter auch ein wenig Furcht vor einem Insolvenzverwalter, weil sie meinen, dass sie fortan in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt sind.

Tatsache ist, die Aufgaben des Insolvenzverwalters sind breit gefächert und sein Ziel ist immer vordergründig der Erhalt eines Unternehmens.

Was darf der Insolvenzverwalter in Augsburg und was nicht?

Es tauchen Fragen auf, etwa wie: „Was darf der Insolvenzverwalter?“ oder „Bin ich total entmachtet?“ Wichtig ist es, erstmal zu wissen, welche Aufgaben und Befugnisse ein Insolvenzverwalter hat.

Fragen wie: „Darf der Insolvenzverwalter einfach mein Unternehmen im Besitz nehmen oder sogar veräußern?“ oder „Kann ich jetzt eigenständig keine Geschäfte mehr tätigen?“ spuken in den Köpfen. Wichtig ist, erst einmal die Ruhe zu bewahren und in Erfahrung zu bringen, was die eigentlichen Aufgaben des Insolvenzverwalters und seine rechtlichen Befugnisse sind. Hier kann eine Beratung im Insolvenzfall in Augsburg durchaus helfen.

Der Insolvenzverwalter nimmt die gesamte Insolvenzmasse in Besitz

Kommt es zu einer Insolvenz, nimmt der Insolvenzverwalter die gesamte Insolvenzmasse in Besitz. Diese muss nun, so gewinnbringend, wie möglich, verwertet werden und der Erlös wird anschließend an die Gläubiger verteilt. Vollständig eigenmächtig handeln kann ein Insolvenzverwalter aber nicht, weil er der Aufsicht des Insolvenzgerichts Augsburg unterliegt.

Ein beruhigender Umstand, denn damit ist sichergestellt, dass der Insolvenzverwalter nicht willkürlich handeln darf. Er ist verpflichtet, alle, zur Verfügung stehende Mittel, bestmöglich auszunutzen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und somit auch dem Verlust von Arbeitsplätzen entgegenzuwirken.

Gut zu wissen: Eigentlich ist der Insolvenzverwalter bei der Verwertung der Masse frei, doch dreht es sich um Fälle, bei denen die Insolvenzmasse von sehr hohem Wert ist, wie beispielsweise ein “ freihändiger Grundstücksverkauf“, muss sich der Insolvenzverwalter um eine Genehmigung des Gläubigerausschusses oder des Gerichts bemühen. Somit wird sichergestellt, dass die Insolvenzmasse nicht unter Wert veräußert wird. Der Insolvenzverwalter kann nicht willkürlich die Verkaufspreise festlegen.

Der Insolvenzverwalter übernimmt sämtliche Verwaltungstätigkeiten bezüglich der Insolvenz

Die eigentlichen Aufgaben des Insolvenzverwalters sind schon aus der Berufsbezeichnung direkt ersichtlich. Er verwaltet Insolvenzen in Augsburg und begleitet diese von Anfang bis zum Ende des gesamten Insolvenzverfahrens. Viel Arbeit entsteht den Insolvenzverwalter durch Vorarbeit.

Die gesamte Insolvenzmasse muss nach ihrem Wert beurteilt werden. Es erfordert viel Vorarbeit, weil sämtliche Vermögenswerte akribisch aufgeführt werden müssen. Kommt es zu einer Insolvenz und das Unternehmen wird aufgelöst, müssen alle Dinge von Wert zusammengeführt und in die Insolvenzbücher eingetragen werden.

Die Insolvenzmasse setzt sich beispielsweise aus Firmeninventar, Bankguthaben, Fuhrpark, Bargeld, und Guthaben verschiedener Art zusammen. Kann der Insolvenzverwalter einen bestimmten Gegenstand, beispielsweise ein altes Ölgemälde, nicht selbst nach Wert bestimmen, werden Sachverständige hinzugezogen.

Warum eine Anwaltskanzlei mit einer Insolvenzverwaltung beauftragen

Die Aufgaben eines Insolvenzverwalters sind komplex und oft von hochsensibler Natur, weshalb nur eine vertrauenswürdige Person die Funktion eines Insolvenzverwalters ausüben kann. Vorteilhaft ist es, einen guten Rechtsanwalt mit der Insolvenzverwaltung beauftragen, um sicherzustellen, dass die Insolvenz reibungslos verläuft und zeitnah abgewickelt wird.

Mittlerweile haben sich viele gute Rechtsanwaltskanzleien auf Insolvenzverwaltung und Insolvenzverfahren spezialisiert. Deren ausgebildete und erfahrene Insolvenzverwalter unterstützen sowohl Betriebe als auch Privatpersonen bei drohender oder laufender Insolvenz.